Bergahorn
Der Hüter der offenen Weite
Wesen des Baumes
Der Bergahorn steigt in den Alpen höher hinauf als die meisten Laubbäume. Allein steht er auf Weiden und Alpen, mit breiter, gewölbter Krone. Seine Blätter sind gross und gelappt wie eine offene Hand. Im Herbst leuchten sie gelb. Seine Samen tragen Flügel und drehen sich im Wind, weit hinaus ins Land. Unter alten Ahornen suchen Vieh und Menschen seit jeher Schatten und Schutz.
Innere Haltung
Der Bergahorn steht frei und offen. Er hält Wind und Wetter aus, ohne sich zu verschliessen. Er gibt, was er hat, und lässt los, was fliegen will.
Die wesentlichen Eigenschaften
- offen
- beschirmend
- frei
- widerstandsfähig
- grosszügig
Er gibt Schatten, ohne etwas zu verlangen.
Deutung
Der Bergahorn ruft, wenn du dich eng und festgehalten fühlst. Er lehrt, die Hände zu öffnen, Raum zu geben und Neues ziehen zu lassen – im Vertrauen, dass es Boden findet.
Stimme des Baumes
«Öffne deine Hände. Was fliegen will, findet seinen Ort.»
Begegnung & Zusammenarbeit
Ihm begegnest du auf den Alpweiden, wo er allein im Licht steht. Lass im Herbst einen seiner geflügelten Samen fallen und schau ihm zu, wie er sich dreht.
Achte darauf
- wo du festhältst, was gehen will
- wo du anderen Schutz geben kannst
- wo in dir Weite entstehen möchte
Der Bergahorn wirkt, wenn du bereit bist, loszulassen.
Essenz
Ich stehe offen im Wind und lasse ziehen, was fliegen will.