René Kälineinfach. magisch. sein.

Musik

MundART

Lieder aus dem Herzen – in der Sprache meiner Seele

Splitternackt gebe ich mich hier hin. So, wie ich bin. Wunderschön unperfekt. Echt.

In der Sprache, die ich nicht nur spreche, sondern in der ich denke, fühle und träume. Die Sprache meiner Kindheit, meiner Heimat, meiner Berge. Die Sprache, in der meine Mutter mich getröstet und mein Vater mir die Welt erklärt hat. Die Sprache, die nach Heu riecht, nach Schnee und nach Klosterglocken über dem Dorf.

Mundart ist für mich mehr als ein Dialekt. Sie ist Kunst, die direkt aus dem Mund kommt – und zuvor aus dem Herzen. Mund-ART. Ungeschliffen, ehrlich, nah. In ihr gibt es keine Masken, keine fremden Worte, hinter denen ich mich verstecken könnte. Was ich hier singe, ist so wahr, wie ich es nur sagen kann.

Meine Lieder sind keine Hochglanzproduktionen. Manchmal zittert eine Stimme, manchmal sitzt ein Ton nicht ganz, manchmal ist ein Atemzug zu hören, der eigentlich nicht geplant war. Und genau das lasse ich stehen. Denn in diesen kleinen Rissen fällt das Licht hinein. Dort wohnt das Lebendige.

Ich habe lange geglaubt, etwas müsse perfekt sein, bevor ich es zeigen darf. Heute weiss ich: Perfektion trennt. Echtheit verbindet. Ein Lied, das aus dem Herzen kommt, findet seinen Weg zu einem anderen Herzen, auch wenn es nicht makellos ist. Gerade dann.

Jedes dieser Lieder ist ein Stück von mir. Ein Fenster in meine innere Landschaft. Manche sind entstanden in stillen Nächten, wenn die Gedanken keinen Schlaf finden wollten. Andere auf langen Spaziergängen, wenn eine Melodie plötzlich da war, als hätte der Wind sie mir zugeflüstert. Manche tragen Schmerz, manche Sehnsucht, manche einfach nur Freude am Sein.

Sie erzählen vom Leben, wie ich es erfahre: von Liebe und Verlust, von Zweifeln und Vertrauen, vom Fallen und Wiederaufstehen. Vom Vergessen und vom Erinnern.

Ich lade dich ein, zuzuhören. Nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem Herzen. Vielleicht findest du in meinen Worten etwas von dir selbst wieder. Vielleicht berührt dich ein Klang, eine Zeile, ein Gefühl. Und vielleicht spürst du dabei, wie nah wir einander sind – jenseits aller Sprachen.

Wenn du nicht jedes Wort verstehst: Das macht nichts. Musik spricht eine Sprache, die älter ist als jedes Wort.

Lehn dich zurück. Schliess die Augen. Und lass dich tragen.

...für mini zwei mega tollä Buäbä

…für meine beiden mega tollen Jungs.

Liedtext und Übersetzung

Mundart

D / Am Hei mini Buäbä, ich ha üch gärn, Ihr sind zwei riesägroussi Stärn. Äs riesä Gschänk, än koschtbarä Schatz, zwei tolli Mänschägschöpf sind Ihr. Tüüfi Dankbarkeit i mir, für Üchäs Si, für üchi Präsänz. Ihr gend mir viel, ich trägä Üch, Ihr trägäd mich ufäm gmeinsamä Wäg.

F / Am / Dsus2 / G Ich ... ha Üch gärn, Ihr sind so wundervoll und supertoll, Ich ... träg üch dänn, wänn's nümmä wiitergout, will alles schtout. Ich ... bi so frouh, das Ihr mis Läbä so berichäräd. Ich ... säg üch Dankä, das Ihr das sind und mir liäbi gend.

Hochdeutsch

Hei meine beiden Jungs, ich hab Euch lieb, Ihr seid zwei riesengrosse Sterne. Ein grosses Geschenk, ein kostbarer Schatz, zwei tolle Menschengeschöpfe seid Ihr. Tiefe Dankbarkeit in mir, für Euer Sein, für Eure Präsenz. Ihr gebt mir viel, ich trage Euch, Ihr tragt mich auf dem gemeinsamen Weg.

Ich ... habe Euch gerne, Ihr seid so wundervoll und supertoll, Ich ... trage Euch dann, wenn's nicht mehr weitergeht weil alles steht. Ich ... bin so froh, dass Ihr mein Leben so bereichert. Ich ... sage Euch Danke, dass Ihr da seid und mir Liebe gebt.

Gschänk

Geschenk

Liedtext und Übersetzung

Mundart

Hei Muäter Ärdä, schöin bisch Du für üs da. Schöin dörfäd mir bi Dir si und Dini Gschänk zu üs nä. Mir wend Di ehrä, wennd Dir dankä, wend Dir diänä, las üs trägä, wend chli si und dörfä läbä, d'freud begruässä und üs alli riich beschänkä....

Heya heya ho...

Hei Du schöini, chum mir tüänd chli lachä, tanzä, singä und chli springä, luschtig ha und machäd trallalalala... Tüänd üsri Energie kanalisiärä, fokussiärä, sind drum da zum's ufä ufä schauklä, ufä ufä ufä schauklä, bis si höich isch d'Energie und höich und höicher darf sie si, mir tüänd drum singä, umä springä und hends luschtig mitänand...

Heya heya ho...

Hochdeutsch

Hei Mutter Erde, schön bist Du für uns da. Schön dürfen wir bei Dir sein und Deine Geschenke zu uns nehmen. Wir wollen Dich ehren, wollen Dir Danke sagen, wollen Dir dienen, lass uns tragen, wollen ein bisschen „sein“ und leben dürfen, die Freude begrüssen und uns alle reich beschenken.

Heya heya ho...

Hei Du schöne! komm, wir lachen ein bisschen, tanzen, singen, ein bisschen rennen, lustig haben und wir machen „trallalalala...“ Wir wollen unsere Energie kanalisieren, fokussieren, sind deshalb hier, um die Energie hochzuschaukeln, und noch weiter hochzuschaukeln, bis sie HOCH ist, die Energie, denn hoch und höher darf sie sein, wir wollen deshalb singen, herumtrollen und haben‘s lustig miteinander.

Heya heya ho...

Dörfä si

Sein dürfen

Liedtext und Übersetzung

Mundart

Ich sitzä ufämnä Baumstrunk und heb mini Augä zuä. Stell mir vour ich wär än groussä Adler, chönnt flüügä höich i d'Luft.

Streckä mini Armä wiit usänand und hebä ab. Dä Wind pfifft mir dur d'Fädärä und treit mi wiit dävou.

Oh wiä isch das schöin, so frii und locker chönnä z'si. Ich nimm das Bild und trägäs mit mir mit und dänk dra wänis bruchä cha

ou ja, ou ja, ou ja, ich dänkää dra...

Alles wird ganz liächt, wänn mini Seel än Usflug macht. Ich bi treit und loumi füährä, vunärä All-Umfassändä Chraft.

Streckä mini Armä us und empfang das schöinä Gfühl. Bi dankbar dasis gspührä darf, das Gfühl vu dörfä z‘si.

Oh wiä isch das schöin, so frii und locker chönnä z'si. Ich nimm das Bild und trägäs mit mir mit und dänk dra wänis bruchä cha

ou ja, ou ja, ou ja, ich dänkää dra...

Hochdeutsch

Ich sitze auf einem Baumstrunk und halte meine Augen geschlossen. Ich stelle mir vor, ich sei ein grosser Adler, kann fliegen hoch in die Lüfte.

Ich strecke meine Arme weit auseinander und hebe ab. Der Wind pfeift durch meine Federn und trägt mich weit davon.

Oh, wie ist das schön, so frei und locker sein zu können. Ich nehme das Bild, trage es mit mir mit und denke dann daran, wenn ich es gebrauchen kann.

Oh ja, oh ja, oh ja, ich denke dran...

Alles wird ganz leicht, wenn meine Seele einen Ausflug macht. Ich bin getragen und lass mich führen, von einer All-umfassenden Kraft.

Ich strecke meine Arme aus und Empfange das schöne Gefühl. Bin dankbar, dass ich es spüren darf, das Gefühl von „sein dürfen“.

Oh, wie ist das schön, so frei und locker sein zu können. Ich nehme das Bild, trage es mit mir mit und denke daran, wenn ich es gebrauchen kann.

Oh ja, oh ja, oh ja, ich denke dran...

Dä Indianer im Härz

Der Indianer im Herzen

Liedtext und Übersetzung

Mundart

Verse 1 Em / Dsus4 Verschlossä im Dunklä Chämärli, Hani mi versteckt, hani mi nüd zeigt. Alles isch schlächt gsi, nüt mei guät, Willi nümmä klar gsi bi mit mir, Än dunklä Schattä isch glägä uf mim Härz, Hät a mir gfrässä, a mir gnagt. Sorgä sind min Alltag gsi. Doch jetzt hani gsei: das bringt alles nüt. Wetts viel liäber luschtig ha, Wett tanzä und lachä, s’Fröhlich ha, Will das tuät mim Härzä guät, Wett s’schöinä wieder I allem gsei, I allem wo mi umgäbä tuät.

Chorus F / C Oh wiä isch das Läbä schöin, wämer öffnä tuät, Äs brucht chli Muät, singämär drum mitänand, Das mär fröhlich sind, das tuät so guät. Singäd: Weia Weia Hou, Weia Weia Hou, Dä Indianer darf scho chou, Dä schlummäräd ganz tüüf I üsnä Härz. Är wett singä, är wett tanzä, Mängisch brüähle, än Schrei ablou

Verse 2 Dsus4 / Em Alles woni gsi bi, das isch gsi, Möcht mi zeigä wiäni bi, Möcht nüm dä si woni sött, Möcht mim Härzä liäbi gä, Möcht bi mir si jedä Tag, ‖: S’Läbä Fiirä bevor I gang, I diä andersch Wält ou ja :‖

Heia Heia Hou, Heia Heia Hou, ….

Hochdeutsch

Verse 1 Em / Dsus4 Verschlossen im dunklen Kämmerchen, Habe ich mich versteckt, mich nicht gezeigt Alles war schlecht, nichts mehr gut Weil ich nicht mehr klar war mit mir, Ein dunkler Schatten lag auf meinem Herzen Hat an mir gefressen, an mir genagt Sorgen waren mein Alltag. Doch jetzt habe ich gesehen: das bringt alles nichts. Will es viel lieber lustig haben Möchte tanzen und lachen, möchte es fröhlich haben Das tut meinem Herzen gut Möchte das schöne wieder überall sehen In allem das mich umgibt

Chorus F / C Oh wie ist das Leben schön, wenn man öffnet Es braucht Mut, darum singen wir miteinander So dass wir fröhlich sind, das tut gut Singt: Weia Weia Hou, Weia Weia Hou, Der Indianer darf schon kommen, Er schlummert tief in unseren Herzen. Er möchte singen, er möchte tanzen, Manchmal weinen, einen Schrei ablassen.

Verse 2 Dsus4 / Em Alles was ich war, das ist gewesen Möchte mich zeigen wie ich bin, Möchte nicht mehr der sein den ich sein sollte Möchte meinem Herzen Liebe geben Möchte bei mir sein jeden Tag, ‖: Das Leben feiern, bevor ich gehe, In die “Anderswelt” oh ja :‖

Heia Heia Hou, Heia Heia Hou, ….

s’Schöinä wider gsei

Das Schöne wieder sehen

Liedtext und Übersetzung

Mundart

Verse 1 Em / G / Am / C Ich tuä s’schöinä wieder gsei, I allem wo mi treit, wo mich umgit, wo ganz tüüf I mir innä steckt, ich lous la flüssä, lou mi trägä, vu dem wahrlich groussä Sägä bliebä da, tuäs jetzt gnüssä, bi dankbar für das Gschänk, für mis Läbä, all diä tollä Mänschä, wundervollä Pflanzä, für all diä liäbä Tiär, und diä wunderschöinä Wolkä, für das Grüän, für das Blau, für dä feini Duft, d’Schönheit isch da, überall, mä muäsäs eifach igeschtah

Bridge Em / G / Am / C Ou ja… Mach d’Augä uf, äs isch so schöin uf derä Wält, wämer luägt was sich vor dä Nasä tuät, wiit wäg vu all dä Schreckensbilder i dä Chöpf, ou ja, äs isch so schöin uf derä Wält

Chorus Em / G / Am / C Pachamama Irake, Pachamama Woahee, Medicina Sacrada, Cano Nendengemba, Wo-a-hee, Irake Medicina Planta Bon Spiritu, Grande Maestra, Irake, Irake Bon.

Hochdeutsch

Verse 1 Em / G / Am / C Ich sehe das schöne wieder, In allem das mich trägt, das mich umgibt, Das ganz tief in meinem inner steckt, Ich lass es fliessen, lass mich tragen, Von dem wahrlich grossen Segen, Bleibe da, geniesse es jetzt, Bin dankbar für das Geschenk, für mein Leben, all die tollen Menschen, wundervollen Pflanzen, für all die lieben Tiere, und die wunderschönen Wolken, für das Grün, für das Blau, für den feinen Duft, die Schönheit ist da, überall, man muss es sich einfach eingestehen

Bridge Em / G / Am / C Ou ja… Mache die Augen auf, Es ist so schön auf dieser Welt, Wenn man schaut was sich vor der Nase tut, Weit weg von all den Schreckensbilder in den Köpfen, ou ja, es ist so schön auf dieser Welt

Chorus Em / G / Am / C Pachamama Irake, Pachamama Woahee, Medicina Sacrada, Cano Nendengemba, Wo-a-hee, Irake Medicina Planta Bon Spiritu, Grande Maestro, Irake, Irake Bon.

s'Wesä vu dä Angscht

Das Wesen der Angst. Fast allgegenwärtig. Steuert unser Denken und unsere Handlungen. Zeigt sich, als wäre es unser eigenes Denken ...wir vertrauen Blind. Doch man kann es wahrnehmen. Einmal entdeckt, hat es keine Kraft mehr. Eine Reise in die eigenen tiefen...

Liedtext und Übersetzung

Mundart

Intro Asus2 / Em / G / Dsus2

Verse Asus2 Em Viele Entscheid womär träffä-äd,

sind us dä Angscht projeziärt, G mir haltäd üs zrugg, Dsus2 mir haltäd üs chli

Asus2 Em Oft wemmär doch öppis machä-ä, G wo üsäs Härz üs seit, ou ja, Dsus2 …mir chräbsäd aber zrugg…

Asus2 Em Verchrümmäd üs, dasmär passä-äd, G i das Loch wo ganz unförmig isch, Dsus2 …am andärä z’Liäb

Asus2 Em Solidarität uf chöschtä-ä, G vu üsrä eignä Wa-ahrheit, Dsus2 …das chas doch nüd si.

Asus2 Em Angscht z’versägä, Angscht nüd z’si,

was mir söttäd si, G Dsus2 Angscht - z’verlüürä, was mir hend…

Asus2 Em Angscht nüd rächt z’si wiämer sind,

Angscht dä ander z’verletzä, G Dsus2 Angscht – äs Urteil überzchou

Asus2 Em Doch all diä Ängscht diä hend än Priis, G nämli nüd wahrhaftig z’si, Dsus2 Ganz wiit wäg vum eignigä Liächt

Bridge C Drum las üs singä, las üs si, G D das goldigä Härz womär alli hend Am las üs wieder wahrhaftig si,

äs Wesä mit Eggä und Kantä aber ächt

C Lömmer doch diä Angscht la si, G D das Wesä wo si isch, lömmers ziäh, Am aber nümmä versteckä hinnä dra,

das sind nüd mir, das isch nüd ächt

Chorus C G Lömmers ziäh, lömmers ga, das Wesä vu där D Angscht, mir bruchäds nüd zum chönnä z’si Am das groussä Liächt womär alli sind - ou ja, ou ja

Hochdeutsch

Verse Viele Entscheide die wir treffen, sind aus der Angst projeziert, wir halten uns zurück, wir halten uns klein.

Oft möchten wir doch was machen, das uns unser Herz sagt, oh ja, …»krebsen» dann aber zurück…

Verkrümmen uns, damit wir passen, in ein ganz unförmiges Loch, …dem anderen zu liebe

Solidarität auf Kosten, unserer eigenen Wahrheit, …das kann es doch nicht sein.

Angst zu vergessen, Angst nicht zu sein wie wir sollten, Angst zu verlieren, was wir haben…

Angst nicht recht zu sein, wie wir sind, Angst den anderen zu verletzen, Angst ein Urteil zu bekommen.

Doch all diese Ängste tragen einen Preis, nämlich nicht wahrhaftig zu sein, Ganz weit weg von unserem eigenen Licht

Bridge Drum lass uns singen, lass uns sein, das goldene Herz welches wir alle haben. Lass uns wieder wahrhaftig sein, ein Wesen mit Ecken und Kanten, aber echt.

Lassen wir doch diese Angst sein, das Wesen welches sie ist, lassen wir es ziehen, aber nicht mehr verstecken hinten an, das sind nicht wir, das ist nicht echt.

Chorus Lassen wir es ziehen, lassen wir es gehen, das Wesen der Angst, wir brauchen es nicht um sein zu können das grosse Licht das wir alle sind- oh ja, oh ja