René Kälineinfach. magisch. sein.

Mythenwesen

Simurgh

Der Hüter des inneren Spiegels

Wesen des Simurgh

Der Simurgh ist ein riesiger Vogel aus der persischen Überlieferung. Er nistet in einem Baum, der die Samen aller Pflanzen trägt. Im «Buch der Könige» von Firdausi zieht er das ausgesetzte Kind Zal gross und schenkt ihm Federn, mit denen es ihn in der Not rufen kann. In Attars «Konferenz der Vögel» machen sich viele Vögel auf die Suche nach ihm. Am Ende kommen dreissig an – und erkennen: «si murgh», dreissig Vögel, das sind sie selbst.

Innere Haltung

Der Simurgh ist alt und gütig. Er hat viel gesehen und urteilt nicht. Er hilft, wenn man ihn ruft – und lässt einen den Weg doch selbst gehen.

Die wesentlichen Eigenschaften

  • weise
  • nährend
  • uralt
  • gütig
  • spiegelnd

Er zeigt dir, was du schon bist.

Deutung

Der Simurgh erscheint, wenn du draussen suchst, was längst in dir ist. Er lädt dich ein, den langen Weg zu gehen – und am Ziel in dein eigenes Gesicht zu schauen. Er erinnert dich daran, dass du in der Not nicht allein bist.

Stimme des Wesens

«Du hast mich gesucht. Schau hin – du hast dich gefunden.»

Begegnung & Zusammenarbeit

Du begegnest dem Simurgh in einer Feder, die dir vor die Füsse fällt, oder in einem stillen Wasser, das dein Gesicht spiegelt. Nimm eine Feder in die Hand und frag dich: Wonach suche ich – und wo könnte es schon sein?

Achte darauf

  • wo du Antworten nur bei anderen suchst
  • wo du Hilfe brauchst und nicht rufst
  • wo ein langer Weg dich zu dir selbst führt

Der Simurgh wirkt, wenn du bereit bist, dich selbst zu erkennen.

Essenz

Ich finde am Ende des Weges mich selbst.

Symbol Simurgh: Kranz aus Federn, in der Mitte eine grosse leuchtende Feder